Ausbau der Windenergie beschleunigt sich: Nordrhein-Westfalen installiert 2025 1,3 GW

2026-02-02
Der rekordverdächtige Windkraftboom in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2025 markiert einen großen Sprung für Deutschlands Energiewende, während gleichzeitig noch Herausforderungen im Bereich Netz und Infrastruktur bestehen.

Nordrhein-Westfalen verzeichnete einen beispiellosen Anstieg beiWachstum der Onshore-Windkraft im Jahr 2025, was einen bedeutenden Meilenstein in Deutschlands Entwicklung erneuerbarer Energien. Erstmals überschritt der jährliche Zubau von Windenergie in der Region die Ein-Gigawatt-Schwelle.


Vorläufige Daten des nationalen Energieregisters zeigen, dass im Laufe des Jahres 259 neue Windkraftanlagen in Betrieb genommen wurden, die eine Bruttoleistung von insgesamt rund 1,35 Gigawatt hinzufügten. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von fast 80 Prozent. Nach Berücksichtigung der Stilllegung älterer Anlagen belief sich der Nettozuwachs auf rund 1,29 Gigawatt.


Diese Leistung platzierte Nordrhein-Westfalen bundesweit sowohl beim Brutto- als auch beim Nettozuwachs an der Spitze und ließ andere führende Windenergieregionen hinter sich. Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß von Ausbau der Windenergie in Deutschlandwenn Genehmigungsverfahren, Branchenakteure und politische Ziele aufeinander abgestimmt sind.


Mit Blick auf die Zukunft wird ein weiterer Anstieg der installierten Kapazität erwartet. Bestehende Genehmigungen umfassen bereits zusätzliche Projekte mit einer Kapazität von über 6 Gigawatt, was darauf hindeutet, dass die jährlichen Zubauzahlen kurzfristig 1,5 Gigawatt übersteigen könnten. Um das derzeitige Tempo beizubehalten, sind jedoch kontinuierliche Fortschritte in verschiedenen Bereichen erforderlich.


Netzbeschränkungen und Infrastrukturherausforderungen


Trotz beschleunigter Genehmigungsverfahren bestehen weiterhin einige Hindernisse. Transportengpässe aufgrund veralteter Straßen- und Brückeninfrastruktur erschweren nach wie vor die Lieferung großer Turbinenkomponenten. Darüber hinaus könnte die Unsicherheit hinsichtlich anstehender Regulierungsreformen die Investitionssicherheit für neue Projekte im Bereich erneuerbarer Energien beeinträchtigen.


Ein zunehmendes Problem ist die begrenzte Verfügbarkeit von Netzinfrastruktur. Obwohl die Anzahl der Projektgenehmigungen steigt, stellt die unzureichende Netzkapazität ein kritisches Hindernis für den Anschluss neuer Windparks dar. Von der ersten Antragstellung bis zur Inbetriebnahme benötigen Windenergieprojekte derzeit durchschnittlich dreieinhalb Jahre, wobei der Netzanschluss immer mehr zum entscheidenden Faktor wird.

Teilen
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Kontaktieren Sie uns für Ihre Energielösung!

Bei Fragen steht Ihnen unser Experte gerne zur Verfügung!

Select...