Interessengruppen fordern stärkeres staatliches Engagement für eine dezentrale Energiewende

2025-12-02
Umweltgruppen warnen davor, dass ein langsamer Ausbau intelligenter Stromzähler, schwache Regeln für die Energieverteilung und begrenzte Speicherkapazitäten die dezentrale Energiewende gefährden könnten.

Energie- und Umweltgruppen fordern die politischen Entscheidungsträger nachdrücklich auf, die dezentrale Energiewende zu stärken, indem sie den Ausbau intelligenter Stromzähler beschleunigen, die Regeln für die Energieverteilung verbessern und die Speicherung von Energie im kleinen Maßstab als Teil eines modernen politischen Rahmens für erneuerbare Energien unterstützen.

 

Forderung nach klarer Unterstützung dezentraler Energielösungen


Mehrere Organisationen, die sich für erneuerbare Energien und Bürgerbeteiligung einsetzen, fordern die Bundesregierung auf, sich entschiedener für eine dezentrale Energiewende einzusetzen. Zu ihren Hauptanliegen zählen der schleppende Ausbau intelligenter Stromzähler, unklare Regulierungsstrukturen für die Energieverteilung und die unzureichende Förderung von kleinen Energiespeichersystemen.

 

Einführung intelligenter Stromzähler hinkt hinterher


Vertreter von Umweltinitiativen betonen, dass der Einsatz intelligenter Stromzähler noch weit von einer flächendeckenden Versorgung entfernt ist. Angesichts der sehr niedrigen Installationsraten dürfte eine nahezu universelle Nutzung ohne Gegenmaßnahmen erst nach 2040 erfolgen. Zu den beitragenden Faktoren zählen langwierige Gerätezertifizierungsverfahren, unterschiedliche Vorgehensweisen bei Hunderten von Verteilnetzbetreibern und hohe Installationskosten.

 

Energieteilung steht vor Digitalisierungshürden


Befürworter der Energieteilung argumentieren, dass der aktuelle Regulierungsrahmen unzureichende finanzielle Anreize bietet und unter einer mangelhaften digitalen Integration leidet. Inkonsistente Datenformate zwischen Netzbetreibern, Erzeugern und Verbrauchern erschweren die Umsetzung und verlangsamen den Fortschritt hin zu einer breiteren Bürgerbeteiligung an dezentralen Systemen für erneuerbare Energien.

 

Stärkung der Rolle von Kleinspeichern


Akteure im Bereich der Kleinspeicher bemängeln, dass vereinfachte Registrierungsverfahren und variable Netzentgelte in der jüngsten Überarbeitung der Energiegesetzgebung nicht berücksichtigt wurden. Sie betonen, dass solche Maßnahmen Millionen von Haushalten ermöglichen würden, sich aktiver an der dezentralen Energiewende zu beteiligen und gleichzeitig zur Stabilisierung des Stromnetzes beizutragen.

 

Systemflexibilität freisetzen


Experten betonen, dass ein vollständig auf erneuerbaren Energien basierendes System die effektive Nutzung aller verfügbaren Flexibilität voraussetzt. Die Stärkung der regulatorischen Stellung von dezentralen Energiespeichern gilt als unerlässlich, um dieses Ziel zu erreichen. Die Vereinfachung bürgernaher Energielösungen ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass dezentrale Systeme für erneuerbare Energien weiter wachsen und nicht stagnieren.

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