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Der globale Energiespeichermarkt erreichte 2025 einen historischen Meilenstein: Erstmals überstiegen die jährlichen Installationen 100 GW. Dieses rasante Wachstum unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Batteriespeichersystemen für die Integration erneuerbarer Energien, die Verbesserung der Netzstabilität und die Unterstützung der Flexibilität des weltweiten Strommarktes.
Trotz politischer Anpassungen in wichtigen Regionen hat sich das Marktwachstum fortgesetzt. In Teilen Asiens hat der Wegfall der obligatorischen Speichervorgaben für neue Projekte im Bereich erneuerbarer Energien Investitionen hin zu marktbasierten Erlösmodellen gelenkt und kurzfristige Unsicherheit geschaffen. In Nordamerika wirken sich finanzielle Anreize weiterhin positiv aus, obwohl neue Lieferketten- und Handelsbeschränkungen den Zugang zu bestimmten Batteriekomponenten beeinträchtigen.
Branchenanalysen deuten auf fünf wichtige Trends hin, die die globale Energiespeicherlandschaft in den kommenden Jahren prägen werden.
Die globalen Lieferketten für Energiespeicher werden umstrukturiert, da sich die Hersteller an die veränderten regulatorischen und handelspolitischen Rahmenbedingungen anpassen. Eigentümerstrukturen, Produktionsstandorte und Investitionsstrategien entwickeln sich weiter, um den Marktzugang zu sichern. Die Ende 2025 aufgetretenen Angebotsengpässe werden voraussichtlich bis Mitte 2026 anhalten, insbesondere bei großen Batteriesystemen, obwohl sich die Preise im Laufe des Jahres stabilisieren dürften. Anbieter expandieren zudem in neue Regionen, um langfristiges Wachstum zu fördern.
Netzbildende Batteriespeicher entwickeln sich in vielen Stromnetzen von einer optionalen Funktion zu einer Standardanforderung. Diese Systeme tragen aktiv zur Spannungs- und Frequenzstabilität bei, die angesichts sinkender Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen und des Ausbaus fluktuierender erneuerbarer Energien immer wichtiger wird. Die Kostenunterschiede zwischen netzbildenden und konventionellen Systemen verringern sich, was die Verbreitung beschleunigt.
Obwohl Lithium-Ionen-Batterien weiterhin dominieren, gewinnen alternative Energiespeichertechnologien wie Natrium-Ionen-Batterien, Redox-Flow-Batterien und Langzeitspeichersysteme zunehmend an Bedeutung. Diese Lösungen werden für bestimmte Anwendungen, insbesondere dort, wo längere Entladezeiten oder verbesserte Sicherheitsprofile erforderlich sind, immer wettbewerbsfähiger. Politische Unterstützung in verschiedenen Regionen fördert zudem die Diversifizierung über lithiumbasierte Speichersysteme hinaus.
Der steigende Strombedarf großer Rechenzentren beschleunigt den Einsatz von Batteriespeichern. Speichersysteme helfen, schnelle Laständerungen abzufedern und Netzanschlussengpässe zu verringern. Dadurch werden sie neben der konventionellen Stromerzeugung vor Ort zu einem immer häufigeren Bestandteil der Energiestrategien von Rechenzentren.
Entwickler kombinieren zunehmend Batteriespeicher mit Solar- und Windprojekten. Hybridsysteme reduzieren die Abregelung erneuerbarer Energien, verbessern die Ertragsstabilität und steigern den Netzwert, insbesondere in Märkten mit häufig negativen Strompreisen. Daher werden Hybridprojekte, die erneuerbare Energien mit Speichern kombinieren, in vielen Regionen zu einem dominanten Modell.
Obwohl einige Märkte aufgrund von Anpassungen in den Lieferketten kurzfristige Abschwächungen erfahren könnten, wird der weltweite Ausbau von Energiespeichern voraussichtlich weiterhin stark wachsen. Energiespeicher werden nicht länger als Notlösung betrachtet, sondern entwickeln sich zu einer zentralen Säule moderner, zuverlässiger und CO₂-armer Energiesysteme.
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