Kritischer Wendepunkt im Batteriesektor, wie eine aktuelle Studie hervorhebt

2025-04-03
Ein Bericht aus dem Jahr 2025 zeigt die wichtigsten Herausforderungen der Batterieindustrie auf – von Lieferkettenproblemen bis hin zu Fachkräftemangel –, die das Wachstum in den Bereichen Elektrofahrzeuge und Energiespeicherung bedrohen.

Am 6. März 2025 zeichnet sich für die globale Batterieindustrie ein Wendepunkt ab. Die zentrale Rolle von Batterien in der kommenden Welle von Elektrofahrzeugen und Energiespeichersystemen setzt die Branche zunehmend unter Druck und stellt sie vor Herausforderungen, wie aus den Ergebnissen eines aktuellen Berichts hervorgeht.


Ein am 27. Februar vom Capgemini Research Institute veröffentlichter Bericht präsentierte Erkenntnisse einer umfassenden Befragung von 750 hochrangigen Führungskräften. Diese Akteure aus den Batterie-, Automobil- und Energiebranchen Nordamerikas, Europas und des asiatisch-pazifischen Raums berichteten über ihre Hindernisse bei der Produktionsausweitung. Ein wesentliches Hindernis, das von mehr als der Hälfte der Führungskräfte genannt wurde, ist eine durchgängige Lieferkette für wichtige Batterieelemente und -materialien.


Der investigative Artikel mit dem Titel „Energie für die Zukunft: Lithium-Ionen und mehr", konzentriert sich auf fortschrittliche Batteriechemie wie Lithium-Ionen.


Der Bericht zeigt, dass 45 % der befragten Führungskräfte die finanzielle Machbarkeit und Rentabilität der Batterieherstellung als Hindernis für ihre Geschäftserweiterungen ansehen.


Darüber hinaus äußerten fast 60 % der Hersteller ihr Unbehagen über die langen Bauzeiten der Gigafactories.


Der Fachkräftemangel in der Branche unterstreicht ein weiteres wichtiges Problem: Ganze 60 % der Befragten gaben an, dass sie mit Fachkräftelücken in konfrontiert sind.Batterietechnologie und Fertigung.


Der Capgemini-Bericht enthält einen ausführlichen Dialog mit 22 Branchengrößen, darunter K. V. Ramakrishnan, dem ehemaligen Leiter der Werksbetriebe (Verbrennungsmotoren, Elektrofahrzeuge) bei Great Wall Motors und General Motors. Ramakrishnan wies auf die Unterschiede in der Batteriechemie zwischen den Herstellern hin, die zu inkonsistenter Produktmontage und Materialverschleiß aufgrund eingeschränkter Haltbarkeit führten.


Ramakrishnan erklärt: „Der Transport von Batterien wird aufgrund der strengen Temperaturkontrollvorschriften noch komplexer. Nachfrageschwankungen können die Leistung und Sicherheit der Batterien beeinträchtigen. Trotz dieser Hürden besteht weiterhin eine hartnäckige Versorgungslücke von 20 bis 30 %, die sich ohne den Einsatz digitaler Technologien noch vergrößern könnte.“


Yann Vincent, CEO der Automotive Cells Company, betonte in einem im Bericht zitierten LinkedIn-Beitrag, wie dringend es sei, die Bauzeit für Gigafabriken zu verkürzen.


Nach Vincents Ansicht sollten die Gigafabriken schnell expandieren, um eine Finanzkrise zu vermeiden, die gemeinhin als „Death Valley“-Effekt bekannt ist und bei der es zu erheblichen Geldverlusten bei der Produktion von letztlich ausrangierten minderwertigen Zellen und Modulen kommt.


Bemerkenswerterweise kämpfen 60 % der befragten Führungskräfte mit einem Mangel an Fachkräften in den Bereichen Batterieforschung und -entwicklung sowie -herstellung, zu denen auch Wärmemanagement und Leistungselektronik gehören.


Es stellte sich heraus, dass 75 % der Batteriehersteller betonte die Notwendigkeit, Produktionslinien umzugestalten oder neue einzurichten, um Batteriezellen der nächsten Generation unterzubringen.


In Bezug auf Nachhaltigkeit weist die Studie auf den erheblichen ökologischen und sozialen Fußabdruck von Batterien hin. Ein Hoffnungsschimmer ist jedoch die Tatsache, dass die Bleibatterieindustrie, wie der Bericht bestätigt, eine Recyclingquote von nahezu 100 % erreicht hat.


Insgesamt stellt der Bericht fest, dass die Haupttreiber des Batteriesektors eine höhere Energiedichte, sicherere und schnellere Ladezeiten, verbesserte Nachhaltigkeit und Kostensenkungen sind.


Außerdem wird das transformative Potenzial von Batterien für traditionelle Industrien hervorgehoben, und der Bericht plädiert für Lösungen wie die Schaffung effizienter Marktplattformen für Wachstum, wobei der Schwerpunkt sowohl auf der Förderung batteriefreundlicher Energiemärkte als auch auf der Förderung von Batteriemärkten liegt, um bestehende Herausforderungen zu meistern.

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