Photovoltaikmarkt 2026: Langsamer Start, aber starke strukturelle Treiber

2026-03-12
In Deutschland wurden bis Januar 2026 aufgrund des Winterwetters lediglich 1.012 MW Photovoltaik-Leistung neu installiert – der schwächste Start seit vier Jahren. Die Elektrifizierung treibt die Nachfrage nach Solarstrom mit Speicherkapazität für den Eigenverbrauch an; kommerzielle Batteriespeicher verzeichnen einen Anstieg von 28–64 % im Vergleich zum Vorjahr.

Der Photovoltaikmarkt startete mit geringeren Installationsvolumina als im Vormonat ins Jahr 2026. Im Januar wurden rund 1.012 MW neue PV-Leistung ans Netz angeschlossen, was den schwächsten Jahresbeginn seit vier Jahren markiert.

Fast alle Segmente verzeichneten Rückgänge, mit Ausnahme des Segments der kleinen Gewerbebetriebe, das ein leichtes Wachstum aufwies.

Saisonale Herausforderungen bei der Installation, einschließlich der winterlichen Witterungsbedingungen, haben wahrscheinlich zu der reduzierten Produktion beigetragen.


Elektrifizierung treibt langfristige Solarnachfrage an


Trotz des langsamen Starts bleiben die strukturellen Wachstumstreiber intakt.

Die zunehmende Elektrifizierung von:

  • Transport (Elektrofahrzeuge),
  • Heizung (Wärmepumpen) und
  • Energiesysteme für Wohngebäude


stärkt die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen für den Eigenverbrauch.


Da die Einspeisevergütungen allmählich sinken, gewinnt die Optimierung der Stromnutzung vor Ort durch Batteriespeicher und intelligente Energiemanagementsysteme zunehmend an Bedeutung.


Der Batteriespeichermarkt spiegelt die Trends in der Photovoltaik wider.


Die Markt für Batteriespeicher im Wohnbereich verzeichnete einen vorübergehenden Rückgang im Einklang mit dem Rückgang der Installationen von Photovoltaikanlagen auf Dächern. Es ist jedoch ein qualitativer Wandel hin zu integrierten Lösungen für Photovoltaik, Speicherung und Energiemanagement erkennbar.


Im Gegensatz dazu verzeichnete das Segment der kommerziellen Speicherlösungen ein starkes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr:


  • 30–100 kWh-Systeme: +28 %
  • 100–1.000 kWh-Systeme: +64%


Kommerzielle Batteriespeicherung profitiert von dynamischen Tarifen, Spitzenlastkappung und operativen Lastmanagementstrategien.

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